Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 14.09.2004, 17:31   #2
Fylgja
Lottis Schnidde
 
Geschlecht: Weiblich
Registriert seit: 22.04.2004
Ort: Bochum
Alter: 27
Beiträge: 3.496
Standard

also Asen und Vanen sind zwei unterschiedliche Göttergeschlechter
zu den Vanen/Wanen gehören:
Nerthus, Njörd, Frey, Freyja und Gefjon

zu den Asen:
Tyr, Forseti, Heimdall, Hönir, Odin, Thor, Baldur, Loki, Ullr, Widar, Bragi

aus einem Buch:
Während Norwegens rauhe, gewaltige Gebirgsnatur den Thorsmythen das eigentümlich starre, kampfreiche Gepräge aufdrückt, schuf die liebliche Natur Dänemarks das lichte Göttergeschlecht der Wanen.
[...]
Sie segnen milde waltend Acker und Aue, Wild und Weide mit Regen und Sonnenschein, sie vertreten die wohltätigen Stimmungen der Luft und berühren sich mit den Elben. Odin und Thor sind gewaltiger, sie sind fortwährend in Ränke, Händel, Bündnisse und Frauenraubereien verwickelt; den Wanen haftet etwas eigentümlich Weiches, Liebliches an.

Es gab also einmal die Wanenreligion und den Hauptglauben an Thor (vor dem Odinsglauben), dieses Nebeneinander ging ganz gut, aber vor 800, als der Wodans-Odinskult eindrang, war wohl ein Zusammenstoß zwischen den Anhänger beider Religionen unvermeidlich. Die mythischen Überlieferungen schildern das dann so:
Die Asen misshandeln die zauberkundige Wanengöttin Gullweig-Freyja [...] Die Wanen fordern Genugtuung, sie verlangen Bußzahlung oder Gleichstellung mit den Asen. Die Asen halten Rat und überlassen die Entscheidung den Waffen; denn sie hoffen, die friedlichen Gegner leicht und schnell besiegen zu können. Nach altgermanischem Brauch schießt Odin in das Heer der Wanen symbolischs Zeichen für die Opferweihe alles Feindlichen. Abder die wägende Klugheit siegt über die wägende Kraft: die Asen erleiden eine empfindliche Niederlage, und die kriegskühnen Wanen behaupten die Walstatt. Aber ihre Weisheit macht sich auch bei den Friedensverhandlungen geltend. Sie sehen ein, dass sie den gewaltsamen Gegnern auf Dauer nicht gewachsen sind; sie ziehen es daher vor, sich mit ihnen zu einem Götterstaate zu verbinden, in dem die beiden Parteien gemeinschaftlich den Opferzins empfangen sollen. Durch einen Geiseltausch wird der Friedensschluss besiegelt: Freyr und Njörd werden in den Kreis der Asen aufgenommen, während Hönir und Mimir nach dem Wanenheim geschickt werden; für Mimir schicken die Wanen dann Kwasir, den Klügsten in ihrem Gebiete.

Es waren also 2 unterschiedliche Glaubensreligionen, das Buch sagt hierzu noch: Vor allem standen sich in den Asen und Wanen 2 grundverschiedene Lebens- und Weltanschauungen gegenüber. [...] Die Wanengötter sind Ausdruck für die Macht der Natur, eine Personifikation der Zeugungskraft des Lebens; Wodan aber ist, sozusagen, mehr anthropomorphisiert: er ist die zu der Göttlichkeit gesteigerten Kraft und Macht des Menschen, nicht die liebliche, sondern die geistige Überlegenheit. Geistiges Können und Wissen muss der haben, der die Welt beherrschen will [...], überragt mit der Fülle seines Wissens unenedlich die rohen Zauberkünste der Wanen, die vielfach unter finnischem Einfluss standen.


zum Abschluss, ich habe es daher aus einem Buch zitiert, weil mir das einfacher erschien als es wirr aus meinen Gedanken zusammen zu tragen ;-)
__________________
Windzeit, Wolfszeit - Licht weicht dem Dunkel.
Windzeit, Wolfszeit - am Himmel tobt Sturm.
Windzeit bricht herein in die Welt ...

~~Cuimhnich có leis a tha thu - Gedenke der Menschen, von denen du abstammst~~
Fylgja ist offline